Zum Inhalt springen
Drachenorbit

Band 3 · ab 12 Jahren

Vor dem Riss

Hinter diesem Tor wird es düsterer. Dieser Bereich gehört zu Band 3 und ist für Leserinnen und Leser ab 12 – oder für alle, die Band 3 schon gelesen haben. Hier stehen Geheimnisse aus dem Buch.

Du bist jünger als 12? Dann frag bitte erst deine Eltern, ob du hier hinein darfst.

Lieber zurück zur Insel

Alle Bücher · Band 3 · Der Riss

Band 3 · Der Riss der Welten · ab 12

Der Riss

Ein Riss zwischen den Welten. Ein verwundeter Drache. Und ein Fremder, der Milos Gesicht trägt.

Kaum ist Milo von seiner zweiten Reise zur Dracheninsel zurück, beginnt das Warten von Neuem – auf das Licht am Horizont, auf das Summen seiner Bienen, auf Lyrian. Doch in einer einzigen Nacht zerreißt die Stille.

Zwischen den alten Apfelbäumen in seinem Garten zieht sich eine Linie aus Dunkelheit durch die Luft, an den Rändern violett und kränklich. Und sie atmet. Dann stürzt ein tiefblauer Drache verwundet in die Menschenwelt, verfolgt von etwas, das keine Grenzen mehr kennt.

Denn der Riss wächst. Er nährt sich von Schmerz, von Einsamkeit, von jeder Träne, die je geweint wurde. Und tief in seinem Innern wartet eine Stimme, die seit fünftausend Jahren niemand mehr angehört hat.

Der Riss verlangt einen Preis.
Und er nimmt sich immer das Kostbarste.

Federzeichnung aus Band 3: Milo steht nachts im Garten vor einem schmalen schwarzen Spalt in der Luft, über ihm zeichnen Bienen einen Kreis mit einer Träne in den Himmel.
Kapitel 1 · Der Riss

Je tiefer du scrollst, desto tiefer gehst du in den Riss. Ab Schicht II stehen Spoiler – immer hinter einem Siegel.

Schicht I · spoilerfrei

Leseprobe: Die erste Nacht

Aus Kapitel 1 „Der Riss“. Acht Tage, nachdem ihm der Wächter tief unter der Insel einen Splitter gegeben hat, steht Milo nachts auf der Veranda seines Hauses. Und der Splitter beginnt zu brennen …

Die Stimme des Wächters hallte noch in der Luft, als die Welt zu kippen begann.

„Der Riss beginnt.“

Milo stand auf der Veranda seines kleinen Hauses. Die Holzdielen unter seinen nackten Füßen waren noch warm vom Tag – bis auf die eine Stelle, an der sich der Riss durch das Holz gezogen hatte. Die war kalt. Er starrte in den Garten hinaus, und sein Herz hämmerte so laut gegen die Rippen, dass er meinte, die Nachbarn müssten es hören. Aber die schliefen längst, ahnungslos, dass die Welt gerade dabei war, an den Nähten aufzureißen.

Der Splitter in seiner Hand brannte.

Nicht im übertragenen Sinn, sondern wirklich, mit einer Hitze, die sich anfühlte wie flüssiges Sonnenlicht, das durch die Handfläche sickert. Milo keuchte und versuchte loszulassen, aber seine Finger gehorchten ihm nicht. Sie krallten sich um den kleinen Kristall, als hätte sein Körper beschlossen, dass Schmerz ein annehmbarer Preis war für das, was dieser Splitter bedeutete.

Zu seinen Füßen, auf den Dielen, lag das durchgerissene Lederband. Der schmale Streifen, den er sich auf der Insel vom Rucksackriemen abgeschnitten hatte. Seit seiner Rückkehr hatte der Splitter daran über seinem Herzen gehangen, kalt und stumm.

Jetzt nicht mehr.

Lyrian, dachte er. Die Insel. Alles.

Der Wind frischte auf, aber es war kein normaler Wind. Er kam aus dem Nichts, aus einer Richtung, die es nicht geben durfte – aus dem Garten, aus der Stelle zwischen den alten Apfelbäumen, wo die Luft zu flimmern begonnen hatte wie Hitze über einer Sommerstraße.

Milo zwang sich, hinzusehen.

Da war es. Ein Riss in der Luft selbst. Eine Linie aus Dunkelheit, die sich durch die Nacht zog wie eine Wunde, die jemand mit einem unsichtbaren Messer geschnitten hatte. An den Rändern flackerte das Licht violett und kränklich.

Und der Riss atmete.

Er dehnte sich aus, zog sich zusammen, dehnte sich wieder – wie etwas Lebendiges, das versuchte, geboren zu werden.

Der Splitter wurde heißer. Milo spürte, wie die Haut seiner Handfläche zu schmelzen begann, oder zumindest fühlte es sich so an. Ein Schrei stieg ihm in die Kehle, aber er schluckte ihn hinunter.

Er war kein Kind mehr. Kinder schrien.

Hüter handelten.

Denk nach, befahl er sich. Der Wächter hat dir den Splitter gegeben. Er hat gesagt, er weist dir den Weg, wenn Dunkelheit deinen Pfad umgibt. Also: wohin?

Als hätte der Gedanke selbst eine Antwort heraufbeschworen, pulsierte der Splitter in seiner Hand.

Wumm-bumm. Wumm-bumm.

Ein Rhythmus, der nicht sein eigener Herzschlag war und sich trotzdem vertraut anfühlte. Wie ein Echo. Wie ein Ruf.

Und der Ruf kam aus dem Haus.

Milo wandte sich um und stolperte durch die Verandatür in die Dunkelheit seines Wohnzimmers. Der Geruch von Bienenwachs und altem Holz umfing ihn, vertraut und tröstlich. Aber darunter lag jetzt etwas, das nicht hierhergehörte. Ozon. Verbrannter Zucker. Und der metallische Geschmack von Angst.

Im Vorbeigehen fiel sein Blick auf das Regal über dem Küchentisch.

Dort standen sie, nebeneinander, wie er sie hingestellt hatte: das Glas mit dem Drachenorbit-Honig, Krümels winziger Tontopf mit dem Zimtblütenhonig, das krumme geschnitzte Holzherz.

Der Orbit-Honig leuchtete.

Rosa und violett pulsierte er in seinem Glas, und Milo musste nicht hinhören, um zu wissen, in welchem Takt.

Wumm-bumm. Wumm-bumm.

Im selben Rhythmus wie der Splitter in seiner Hand. Als riefen sich zwei Stimmen über eine große Entfernung hinweg etwas zu.

Und aus Krümels winzigem Topf stieg, obwohl das Blatt fest verschnürt darauf saß, der Duft von Zimt durch das ganze Haus.

Der Splitter zerrte an ihm. Nicht körperlich – es war eher ein Gefühl, eine Richtung, die sich in seinem Kopf ausbreitete wie eine Kompassnadel, die nach etwas Unsichtbarem zeigt. Milo folgte dem Ziehen. Durch das Wohnzimmer, vorbei an dem alten Sessel seines Großvaters, den er nie hatte wegwerfen können. Vorbei am Bücherregal mit den Imker-Handbüchern und den vergilbten Romanen, die niemand mehr las.

Der Flur. Die Treppe. Der Dachboden.

Nein. Nicht der Dachboden. Der Splitter wollte nicht nach oben.

Er wollte nach unten.

Der Keller.

Milo blieb vor der Kellertür stehen. Seine freie Hand legte sich auf den alten Messinggriff.

Das Metall war kalt. Viel zu kalt für eine Spätsommernacht. Frost kroch über die Oberfläche und bildete feine Muster, wie Spinnweben aus Eis.

Seit sein Großvater gestorben war, hatte er den Keller kaum noch betreten, nur um rasch Werkzeug oder leere Gläser zu holen. Milo war damals noch ein Kind gewesen – alt genug, um sich an alles zu erinnern: an die große, warme Hand über seiner auf dem Stockdeckel, an den Geruch von Pfeifenrauch, an die Stimme, die beim Vorlesen ganz tief wurde. Und viel zu jung für das, was danach kam. Unten im Keller standen die Kisten mit den Dingen, die der alte Mann „für später“ aufgehoben hatte. Milo hatte sie nie ansehen wollen. Sie rochen zu sehr nach Verlust.

Jetzt rief etwas dort unten nach ihm.

Er drückte die Klinke herunter.

Die alte Treppe knarrte unter seinen Schritten, jede Stufe ein Protest gegen die Störung. Die Dunkelheit hier unten war dichter, schwerer, als hätte sie Gewicht. Milo tastete nach dem Lichtschalter, fand ihn, drückte –

Nichts. Die Glühbirne war tot. Natürlich war sie das.

Aber er brauchte kein Licht.

Der Splitter in seiner Hand leuchtete. Erst war es ein sanftes Glühen, rosa und golden wie der allererste Moment eines Sonnenaufgangs, doch es wurde stärker, je tiefer er hinabstieg. Als er den Betonboden erreichte, war das Licht hell genug für die gestapelten Kisten, die verstaubten Regale, das vergessene Werkzeug seines Großvaters.

Und für die Truhe.

… was in der Truhe liegt, steht im Buch.

Schicht II · Spoiler hinter Siegeln

Die Akten

Was man über die Mächte aus Band 3 wissen darf, steht offen da. Alles andere liegt hinter einem Siegel. Wer Band 3 noch liest: Siegel lieber zulassen.

Federzeichnung aus Band 3: Ein riesiger Drache kauert auf einer Klippe über einem Meer aus Nebel, unten steht klein ein Junge.

Akte 01 · Wesen

Ignovax

Eine Stimme aus dem Riss, gebrochen und rau wie Steine, die aneinanderreiben. Ein Name, den selbst alte Drachen nur ungern aussprechen.

„Worte bedeuten nichts. Versprechen brechen. Nur Schmerz ist ehrlich. Nur Schmerz bleibt.“Ignovax in Milos Traum, Kapitel 4
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Er war nicht immer, was er jetzt ist. Einst war er ein Wächter, gütig und weise, der die Harmonie zwischen den Welten bewachte: Schuppen in tiefem Nachtblau, durchzogen von Adern aus reinem Silber, Augen wie Sterne.

Er war verbunden mit der Drachenreiterin Seraphina. Ihr Band war das stärkste, das je existiert hat. Die Schwelle lockte Seraphina mit Hilfe eines Freundes namens Aldric in einen Hinterhalt und flößte ihr Dunkle Essenz ein, gewonnen aus dem Schmerz zerrissener Seelenbänder. Als Ignovax sie fand, erkannte sie ihn nicht mehr. Sie nannte ihn ein Monster.

Blind vor Schmerz brach er durch die Festung der Schwelle. Hunderte starben. Danach ging er auf der höchsten Klippe über dem Nebelmeer in den Nebel – und was zurückkam, war ein Schatten, durchzogen von Adern aus kaltem blauem Licht.

Seit fünftausend Jahren sammelt und trägt er den Schmerz, den niemand heilt. Und er sagt etwas, das Milo nicht mehr loslässt: Er will nicht sterben. Er will, dass es aufhört.

Wie seine Geschichte ausgeht, steht nicht in dieser Akte. · Kapitel 3, 4, 9, 17

Federzeichnung aus Band 3: Ein gewaltiger schwarzer Spalt steht aufrecht zwischen kahlen, toten Bäumen, davor ein Drache und zwei kleine Gestalten.

Akte 02 · Ort

Der Riss

Eine Linie aus Dunkelheit zwischen den Apfelbäumen in Milos Garten, an den Rändern violett flackernd. Er dehnt sich aus, zieht sich zusammen, dehnt sich wieder. Er atmet.

„Wurde nicht … gebrochen. Wurde … geschnitten.“Lyrian, Kapitel 2
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Der Riss im Garten ist nur ein Ausläufer. Der Hauptriss liegt am Nordrand des Waldes, auf einer toten Lichtung: schwarze, rissige Erde, verdorrte Bäume, ein Spalt in der Luft, gut zehn Meter breit und dreimal so hoch. Dort haben Milos Eltern ihn einst versiegelt.

Er nährt sich von Schmerz. Von Trauer, die nicht geweint wird, von Einsamkeit, die niemand stillt. Auch Milos Sehnsucht, als er auf Lyrian wartete, hat ihn gefüttert – ohne Magie, ohne Absicht.

Drinnen gibt es kein Oben und kein Unten, nur Nebel ohne Farbe und eine Kälte, die an der Seele zerrt. Entfernung bedeutet dort nichts. Der Riss hat zwei Ufer: eines in Milos Welt, das andere an der ältesten Narbe der Dracheninsel.

Wer ihn ganz durchqueren will, muss bezahlen – mit einer Erinnerung. Der Riss wählt selbst. Er nimmt die hellste.

Kapitel 1, 2, 16, 17, 19, 20

Akte 03 · Feind

Die Schwelle

Menschen, die nach Milos Familie suchen. „Wenn man sie noch Menschen nennen kann“, schrieb seine Mutter in einem Brief, den Milo erst jetzt findet.

„Sie werden nicht aufhören. Sie werden niemals aufhören.“Elena Thornhelm, Kapitel 2
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Sie gaben der Angst einen Namen. Sie behaupteten, die Drachen würden die Menschen kleinhalten – die Seelenbänder seien keine Verbindung, sondern Ketten. Dann zerrissen sie Bänder im Verborgenen, eines nach dem anderen.

Heute kommen sie in Schwarz, mit Masken, Armbrüsten und Gürteln voller Phiolen. Die Spitzen ihrer Bolzen sind aus Drachenbein, geborgen aus alten Gräbern. Ein kleines silbernes Gerät legt die Hüter-Bienen mit Ultraschall lahm. Und ihr Kommandant Drexler trägt die Seelenschneide – eine von nur dreien, die je geschmiedet wurden. Ein Schnitt trennt, was zwischen Seelen liegt.

Wer in der Schwelle zu zweifeln beginnt, ist eines Morgens fort. Das Zimmer leer, der Name aus den Listen gestrichen. „Er ist gegangen“, heißt es dann. Mehr nie.

Kapitel 2, 4, 10, 16

Federzeichnung aus Band 3: Auf einem Dorfplatz stehen sich Milo und ein junger Mann in Lederjacke gegenüber, der beschwichtigend die Hände hebt.

Akte 04 · Person

Der Fremde

Jung, dunkelblondes Haar, eine abgetragene Lederjacke, Augen grau wie Gewitterwolken. Er fragt im Dorfladen nach einem Imker. Er nennt sich Elias. Und Milo kommt sein Gesicht vor wie aus einem Spiegel, der nicht ganz richtig hängt.

„Du beschützt ein Monster, Milo.“Elias, Kapitel 7
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Elias ist ein Jäger der Schwelle und bei ihr aufgewachsen. Sein erstes Schwert hielt er, bevor er richtig sprechen konnte. Er hat Drachen getötet.

Seit drei Jahren träumt er von einer silbernen Wiese unter einem violetten Himmel, von Drachen, die tanzen, und von einem Lied ohne Worte. Der Mann, der ihn großzog, hörte das Lied auch. Dann war sein Quartier leer.

In Milos Scheune steht Elias mit dem Messer vor Lyrian. Und Lyrian senkt den Kopf und entblößt den Hals.

Zweites Siegel das größte Geheimnis, Kapitel 15

Elias ist Milos Zwillingsbruder. In der Nacht ihrer Geburt nahm die Schwelle eines der beiden Babys aus der Wiege. In seiner Akte stand, seine Mutter sei bei der Geburt gestorben. Sie hat gelebt. Und sie hat ihn gesucht.

Kapitel 7, 10, 11, 15

Akte 05 · Ding

Seraphinas Amulett

Eine Fassung, nicht größer als ein Daumennagel, aus einem Metall zwischen Gold und Silber, das schimmert wie flüssiger Mondschein. In der Mitte eine herzförmige Mulde – glatt und leer.

„Du wirst es nicht finden, Milo. Du wirst es erkennen.“Die Bienen, Kapitel 8
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Milo findet es im Keller, ganz unten in einer alten Truhe, in einer Schachtel aus Samt. In den Deckel der Truhe ist ein Zeichen gebrannt: ein Kreis, durchzogen von einer Linie wie ein Riss. Oder wie eine Träne.

Das Amulett hat drei Teile. Die Fassung – das Gefäß, das alles zusammenhält. Den Splitter – die Erinnerung, die Verbindung zur Urwelt. Und das Herz – die Kraft, die alles zum Leben erweckt.

Den Splitter hatte Milos Mutter einst der Insel anvertraut, durch einen Riss, der sich für einen einzigen Herzschlag öffnete. Der Wächter bewahrte ihn direkt über seinem Herzen, bis er ihn Milo gab. Das Amulett selbst ist älter als die Trennung der Welten. Erschaffen hat es der Urhüter.

Das Herz wurde verborgen, als die Welt zerbrach – nicht in einer Höhle, nicht in einer Truhe, sondern zwischen den Welten. Was es ist, verrät diese Akte nicht.

Kapitel 1, 6, 8, 12

Akte 06 · Wesen

Die Bienen

Seit der Nacht des Risses fliegen Milos Bienen im Dunkeln. Ihre Streifen sind kupfern geworden, ihre Augen dunkel, fast menschlich. Auf einer Wabe ordnen sie sich zu Buchstaben: W-Ä-C-H-T-E-R.

„Wir waren mehr als Bienen. Einst.“Die Bienen, Kapitel 3
Siegel brechen Spoiler aus Band 3

Einst waren sie die Ersten Hüter: aufrechte, golden schimmernde Gestalten mit durchsichtigen Bienenflügeln. Sie knüpften die ersten Bänder zwischen Mensch und Drache.

Als die Schwelle Seraphinas Band zerriss, sahen sie zu und griffen nicht ein. Zur Strafe wurden die Hüter der größten Verbindungen zu den kleinsten Wesen – zu Bienen. Erlöst werden sie erst, wenn wiederhergestellt ist, was sie haben zerbrechen lassen.

Dreihundert Jahre haben sie in Milos Garten auf jemanden gewartet, der sie wirklich hört. Ihr Honig leuchtet jetzt rosa, violett und golden – Lyrian nennt ihn Ätherhonig. Er nährt einen Drachen dort, wo die Luft keine Magie mehr trägt.

Zweites Siegel Kapitel 13

In ihrem Summen liegen noch andere Stimmen. Milos Eltern gaben ihre Kraft, um den Riss zu versiegeln – und übertrugen sie in die Bienen. „Wir haben nicht aufgehört zu sein, Milo. Wir haben nur die Form gewechselt.“

Kapitel 2, 3, 5, 6, 13, 14

Schicht III · für alle, die Band 3 gelesen haben

Theorien

Band 3 beantwortet viel – aber nicht alles. Diese Fragen stehen im Buch und bleiben offen. Die Spuren darunter sind echt. Die Antworten stehen noch in keinem Buch. Grübel mit.

  1. Wer ist der Silberdrache?

    Spuren im Buch

    In Kapitel 10 träumt Elias von einer Brücke über einem Abgrund ohne Boden. Auf der anderen Seite steht ein Drache, weder Lyrian noch Ignovax, dessen Schuppen schimmern wie flüssiges Silber. Er streckt einen Flügel aus. Eine Einladung.

    Ganz am Ende führt Buzz eine Wettliste: fünfzig Nektartropfen auf den jungen Silberdrachen vom Nordrand. Elias stutzt.

  2. Wer hat die Seiten herausgeschnitten?

    Spuren im Buch

    Im Tagebuch von Milos Eltern fehlen rund um den Eintrag zu seiner Geburt vier, vielleicht fünf Blätter. Nicht herausgerissen – herausgetrennt, sauber, dicht am Falz, mit einer Klinge, ohne jede Hast.

    Die Bienen wissen mehr, sagen aber nur: „Nicht jetzt. Manche Antworten gehören nicht uns.“ Wer hat geschnitten? Und wo sind die Seiten heute?

  3. Wer ist „wir“?

    Spuren im Buch

    In der Vision aus dem Amulett hält eine Gestalt aus Licht und Schatten das Amulett, während die Urwelt zerbricht. Sie sagt: „Jemand, der heilen kann, was wir zerbrochen haben.“ Und: „Finde, was wir versteckt haben.“

    Die Bienen nennen sie den Urhüter, den Ersten von allen. Lyrian glaubt, die Urwelt sei von etwas Größerem zerrissen worden als von Menschen oder Drachen. Wer gehört zu diesem „wir“ – und warum sagt der Urhüter, sie hätten die Welt zerbrochen?

  4. Wer sitzt im Rat?

    Spuren im Buch

    Auf der toten Lichtung hat Drexler die drei so gut wie gefangen. Dann piept sein Funkgerät. Plötzlich wirkt er beinahe besorgt und ruft seine Männer zurück: „Der Rat hat entschieden, dass ihr frei nützlicher seid als gefangen. Vorerst. Ihr führt uns zu Ignovax – ob ihr wollt oder nicht.“

    Wer ist dieser Rat, dem sogar Drexler gehorcht? Und was will die Schwelle wirklich von Ignovax?

  5. Wer war der junge blaue Drache?

    Spuren im Buch

    Elias trägt ein altes Tagebuch bei sich. Die Seite, die er hundertmal gelesen hat, beginnt: „15. März 1952. Heute habe ich meinen ersten Drachen getötet.“ Ein Jungtier, die Schuppen blau wie der Himmel vor einem Gewitter.

    Der Drache kämpfte nicht und floh nicht. Er saß nur da und sah den Jäger an, „als würde er auf etwas warten“. In seinem Blick lag etwas, das aussah wie Mitleid. Wer war er? Und worauf hat er gewartet?

  6. Ende oder Anfang?

    Spuren im Buch

    Krümel zieht aus seinem Papierstapel ein vergilbtes Pergament: „Wenn Monde sich dreifach dem Horizonte neigen, werden zwei, die geteilt, das Schweigen brechen. Verbunden in Licht, getrennt in Schatten, wird ihre Wahl das Schicksal erstatten.“

    Ob danach das Ende kommt oder der Anfang, weiß Krümel selbst nicht – die Schrift war sehr verwischt. Buzz meint, wären Prophezeiungen genau, wären sie Kalendereinträge. Welche Wahl ist gemeint?

Schicht IV · Spoiler

Meister-Quiz Band 3

Zwölf Fragen für alle, die Band 3 gelesen haben. Jede Antwort steht im Buch – nur nicht auf der ersten Seite.

12 Fragen · je 4 Antworten · Fundstelle nach jeder Antwort

Schicht V · ganz unten

Eine Botschaft aus dem Nebel

Hier unten liegt eine verschlüsselte Nachricht. Den Schlüssel kennst du aus Band 3: So viele Teile hat Seraphinas Amulett.

EDQG YLHU · HLQ JHKHLPQLV LP QHEHO · PLOR VFKUHLEW JHUDGH ZHLWHU · GLH JHVFKLFKWH LVW QRFK ODQJH QLFKW CX HQGH

Zurück ans Licht